Ernährung bei Endometriose: Was kann eine antientzündliche Ernährung beitragen?
Aktualisiert: vor 3 Tagen
In meiner Arbeit begleite ich Frauen mit Endometriose und Adenomyose. Und ich merke immer wieder: Jede Frau, jede Geschichte und jeder Körper ist einzigartig. Was der einen guttut, passt für die andere vielleicht überhaupt nicht.
Darum gibt es aus meiner Sicht auch kein einziges Geheimrezept. Ernährung kann ein Baustein sein, mit dem du deinen Körper im Alltag unterstützt.

Was bedeutet antientzündlich essen?
Endometriose und Adenomyose sind mit entzündlichen Prozessen verbunden. Eine ausgewogene Ernährung kann die allgemeine Gesundheit unterstützen und liefert Nährstoffe, die der Körper für zahlreiche Funktionen benötigt. Oft wird dabei von einer antientzündlich orientierten Ernährung gesprochen.
Das bedeutet für mich nicht, möglichst viele Lebensmittel zu verbieten. Vielmehr geht es darum, die Vielfalt auf deinem Teller zu erhöhen und herauszufinden, was dir persönlich schmeckt und dein Körper auch gut verdauen kann.
Gönn dir diese antientzündlichen Nahrungsmittel bei Endometriose und Adenomyose
Frisches, saisonales Gemüse in verschiedenen Farben
Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Bohnenkraut, Petersilie
Gewürze wie Kurkuma, Zimt, Kardamom, Ingwer
Frische, reife Früchte
Nüsse, Samen, Kerne, Sprossen
Hanföl, Leinöl, Kürbiskernöl
Auch Quinoa, Hirse, Buchweizen und Amaranth können Abwechslung in deinen Speiseplan bringen. Und natürlich gehört ausreichend (Wasser, ungesüsster Tee) zu trinken dazu.
Muss ich Weizen, Zucker und Milchprodukte weglassen?
Im Internet findest du viele Listen mit Lebensmitteln, die Frauen mit Endometriose angeblich unbedingt meiden sollten. Solche pauschalen Verbote sind jedoch nicht für alle sinnvoll. Es gibt keine allgemeingültige Endometriose-Diät, die für jede Betroffene gleichermassen geeignet ist. Was sich in meiner Begleitung von Frauen mit Endometriose und Adenomyose oftmals bewahrheitet hat, war die Reduktion von: Weizen- und Weissmehlprodukten, Kuhmilch, Zucker und Kaffee. Oftmals konnte ein Rückgang der Beschwerden beobachtet werden.
Wenn du vermutest, dass bestimmte Lebensmittel deine Verdauung oder dein Wohlbefinden beeinflussen, beobachte das behutsam. Eine zeitlich begrenzte Ernährungsanpassung kann in manchen Fällen sinnvoll sein – am besten mit fachlicher Begleitung, damit deine Ernährung ausgewogen bleibt und du nicht unnötig viele Lebensmittel ausschliesst.
Besonders bei Blähungen, Verstopfung oder anderen Darmbeschwerden lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Diese Beschwerden können verschiedene Ursachen haben und sollten bei anhaltenden oder starken Symptomen medizinisch eingeordnet werden. Kleine Schritte statt Ernährungsstress
Vielleicht beginnst du damit, täglich eine zusätzliche Portion Gemüse einzubauen. Oder du bereitest dir ein Frühstück zu, das dich länger sättigt. Vielleicht probierst du ein neues Kräuteröl oder kochst einmal pro Woche eine Mahlzeit mit Hülsenfrüchten.
Es muss nicht kompliziert sein. Essen soll dich nähren – und auch Freude machen. Du musst nicht alles auf einmal verändern.
Du möchtest herausfinden, welche Ernährungsschritte zu dir und deinem Alltag passen? Im EndoKompass verbinde ich Ernährung mit Hormon- und Zykluswissen und einem ganzheitlichen Blick auf deine Lebenssituation. In einem kostenlosen, unverbindlichen Kennenlern-Call erzähle ich dir gerne mehr.



